Schwarze Pyramide des Sesostris III

Die Schwarze Pyramide des Sesostris III. gehört zur Nekropole von Dashur und wurde dort unter dem gleichnamigen Pharao nordöstlich der Roten Pyramide des Snofru errichtet. Pharao Sesostris III. regierte in Ägypten während der 12. Dynastie und wurde den bisherigen Erkenntnissen der Archäologie zufolge auch in Dashur bestattet. Mit einem Basismaß von 105 Metern und einer ursprünglichen Höhe von geschätzten 78 Metern gehört die Schwarze Pyramide des Sesostris III. zu den größten Pyramiden, die in Ägypten nach dem Ende des Alten Reichs gebaut worden sind.

Charakteristisch für die Schwarze Pyramide des Sesostris III. sind das Fundament und die Königinnenpyramiden bzw. Tempel, die dem Bauwerk in allen Himmelsrichtungen vorgelagert sind. Beim Fundament wurden drei Lagen Lehmziegel verlegt, um der Pyramide die notwendige Stabilität zu verleihen, zumal sie ohne Mörtel errichtet wurde. Die Fugen zwischen den einzelnen Bausteinen wurden lediglich mit Sand ausgefüllt. Bei der Stabilität der Pyramide gab es zwar bis heute keine Probleme, dafür gelang es der Außenverkleidung nicht, die Jahrtausende zu überdauern, so dass die Schwarze Pyramide in Dashur lediglich als Ruine erhalten geblieben ist. Die Tempel und Königinnenpyramiden rund um die Schwarze Pyramide sind dafür noch relativ gut erhalten, ebenso wie das Hauptbauwerk aber noch weitgehend unerforscht. Dem deutschen Architekten und Ägyptologen Dieter Arnold gelang es, den Südtempel vollständig zu rekonstruieren, was bei den übrigen Satellitenbauwerken der Schwarzen Pyramide von Dashur nur teilweise oder gar nicht gelang.

Jacques de Morgan, ein Archäologe aus Frankreich, widmete sich bei seinen Grabungen in der Nekropole Dashur im Winter 1895/96 gleich mehreren Pyramiden, unter anderem auch der Schwarzen Pyramide des Sesostris III.. Eher zufällig stieß das Team dabei relativ schnell auf die Grabkammer der Pyramide. Als er einige Gänge in den Schuttberg rund um die Pyramide grub, kreuzte sich einer dieser Gänge mit einem Stollen, der von Grabräubern geschaffen worden war. In der Grabkammer stand aber lediglich der leere Sarkophag, da die Mumie des Pharaos vermutlich ein Fang von Grabräubern wurde. Dank dieses Zufalles konnte auch der richtige Eingang zur Pyramide entdeckt werden, indem Jaques de Morgan dem Stollen von der Grabkammer aus einfach zum Ausgang folgte.

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